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Erfolgsrechnung

Der Betriebsertrag konnte im Vergleich mit der Vorperiode um 22.2 Mio. CHF von 431.2 Mio. CHF auf 453.3 Mio. CHF gesteigert werden. Ohne Veränderungen im Konsolidierungskreis (im Wesentlichen der Verkauf von Olmero AG und Trendsales ApS im zweiten Halbjahr 2020) hätte die Zunahme des Betriebsertrages 32.9 Mio. CHF betragen. Sowohl die Werbeumsätze (+16.1 Mio. CHF oder +17.2 Prozent) wie auch die Vermarktungs- und Vermittlungsumsätze (+9.0 Mio. CHF oder +34.2 Prozent) zeigen sich im Vergleich mit dem von der Corona-Krise stark betroffenen ersten Halbjahr 2020 wieder deutlich verbessert. Der Umsatz aus Classifieds & Services (–1.3 Mio. CHF beziehungsweise –0.9 Prozent) wäre ohne die Veränderungen im Konsolidierungskreis um 7.0 Mio. CHF angestiegen. Unverändert blieb der Umsatz aus Abonnementen- und Einzelverkauf. Der Umsatz aus Druck & Logistik reduzierte sich aufgrund der Veränderungen im Konsolidierungskreis (Olmero Druckertrag) und aufgrund der tieferen Papierpreise und Umsätze der Druckzentren um total 2.5 Mio. CHF auf neu 32.6 Mio. CHF. Der übrige Betriebsumsatz konnte um 1.2 Mio. CHF auf 9.3 Mio. CHF zulegen, was unter anderem auf eine Steigerung von Umsätzen aus Agenturdienstleistungen bei Goldbach Group AG zurückzuführen ist. Der übrige Ertrag beinhaltet Härtefallgelder, die Neo Advertising AG in Anspruch nehmen konnte, und weitere im Einzelnen unwesentliche Erträge, wie den Erfolg aus Verkauf von Anlagen. Der Rückgang des übrigen Ertrages ist auf den in der Vorperiode berücksichtigten Erfolg aus dem Verkauf der Aktivität Renovero zurückzuführen.

Der Materialaufwand und die Fremdleistungen haben um 6.4 Mio. CHF auf 67.6 Mio. CHF abgenommen. Ohne Veränderungen des Konsolidierungskreises hätte der Rückgang 4.8 Mio. CHF betragen. Die Abnahme des Materialaufwandes ist in Höhe von rund 3.1 Mio. CHF auf den tieferen Papieraufwand zurückzuführen. Dieser sank infolge des wesentlich tieferen Papierpreises sowie eines leichten Rückgangs der Papiermenge (vor allem bei den Gratistiteln). Die tieferen Fremdleistungen sind unter anderem auf den Abgang der beiden Gesell­schaften Olmero AG und Trendsales ApS aus dem Konsolidierungskreis zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich mit der Vorperiode um 3.4 Mio. CHF auf 230.9 Mio. CHF. Bereinigt um die Veränderungen im Konsolidierungskreis (Olmero AG und Trendsales ApS) liegt die Zunahme des Personalaufwands bei 7.0 Mio. CHF. Im ersten Halbjahr 2021 wurden Entschädigungen für Kurzarbeit in Höhe von 5.9 Mio. CHF in Anspruch genommen (Vorperiode 11.5 Mio. CHF). Der Wohlfahrtsfonds trug 1.3 Mio. CHF bei, um Ausfälle für die Mitarbeiter aufgrund der Kurzarbeit zu entgelten. Der Zuschuss aus dem Wohlfahrtsfonds wird im Vorsorgeaufwand aus IAS 19 berücksichtigt. Aufgrund des verbesserten konsolidierten Ergebnisses stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 die Aufwendungen für Gewinnbeteiligungen der Gruppenleitung und Mitarbeitenden um 3.9 Mio. CHF. Im ersten Halbjahr 2021 wurden für Sozialpläne Rückstellungen in Höhe von 0.8 Mio. CHF erfasst, während im ersten Halbjahr 2020 Rückstellungen in Höhe von 5.0 Mio. CHF gebildet wurden (insbesondere für die Umstrukturierung der zentralen Dienste). Die Vorsorgeaufwendungen aus IAS 19 haben gegenüber der Vorperiode um 0.4 Mio. CHF abgenommen, wobei die Veränderung der Vorsorgeaufwendungen auch Aufwendungen für den Ausgleich der Kurzarbeitsentschädigung und für erwartete Sozialplanleistungen enthält.

Der übrige Betriebsaufwand sank um 7.5 Mio. CHF auf 91.9 Mio. CHF. Ohne Veränderungen im Konsolidierungskreis wäre ein Rückgang um 4.9 Mio. CHF zu verzeichnen.

Der Ergebnisanteil an Assoziierten und Joint Ventures für das 1. Halbjahr 2021 beträgt 9.5 Mio. CHF, was im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2020 einer Zunahme von 5.7 Mio. CHF entspricht. Dieser Anstieg widerspiegelt die wirtschaftliche Erholung nach dem durch die Corona-Krise und den Lockdown verursachten tiefen Ergebnis des ersten Halbjahres 2020. Den grössten Beitrag zur Verbesserung des anteiligen Ergebnisses der Assoziierten und Joint Ventures trägt Karriere.at bei. Für BTMX P/S erfolgte aufgrund des am 2. Juli 2021 vollzogenen Verkaufs eine Werthaltigkeitsprüfung und in der Folge eine Wertminderung des erfassten Goodwills in Höhe von 1.7 Mio. CHF, welche das anteilige Ergebnis der Assoziierten und Joint Ventures für 2021 belastet (siehe dazu auch Ereignisse nach dem Bilanzstichtag).

Die Abschreibungen verzeichnen im Vorjahresvergleich eine Zunahme um 2.5 Mio. CHF auf 24.3 Mio. CHF. Die Erhöhung ist insbesondere auf Abschreibungen von Nutzungs­rechten aus Leasingverträgen sowie auf Abschreibungen von Anfang 2021 aktivierten Softwareprojekten zurückzuführen. Aus Veränderungen im Konsolidierungskreis ist kein wesentlicher Effekt zu verzeichnen. Die Abschreibungen aus Unternehmens­zusammenschlüssen nahmen um 2.1 Mio. CHF auf 32.8 Mio. CHF ab, wobei sich der Effekt aus Veränderungen im Konsolidierungskreis auf –0.8 Mio. CHF beläuft und der weitere Rückgang auf vollständig abgeschriebene Kundenstämme und IT-Plattformen zurückzuführen ist. Im ersten Halbjahr 2021 war keine Wertminderung zu berücksichtigen, während im ersten Halbjahr des Vorjahres auf dem Goodwill der Zahlungsmittel generierenden Einheit Tamedia (Segment Tamedia) eine Wertminderung in Höhe von 85.0 Mio. CHF erfasst wurde.

Im ersten Halbjahr 2021 beträgt das Finanzergebnis 11.7 Mio. CHF (Vorjahr–1.0 Mio. CHF). Einen wesentlichen Einfluss hatte das am 1. März 2021 abgeschlossene Schiedsverfahren gegen die Verkäufer von Trendsales am Schiedsgericht in Kopenhagen. Die daraus resultierende Zahlung von 13.25 Mio. USD wurde im Finanzertrag erfasst. Wie bereits im ersten Halbjahr 2020 ist auch 2021 kein wesentlicher Gewinn oder Verlust aus der Veräusserung von Beteiligungen zu berücksichtigen. Das Nettozinsergebnis beträgt analog Vorjahr –0.6 Mio. CHF, die Wechselkurseffekte belaufen sich auf 0.2 Mio. CHF (Vorjahr 0.1 Mio. CHF) und der aus IAS 19 resultierende Finanzertrag blieb mit 0.1 Mio. CHF stabil.

Der erwartete durchschnittliche Steuersatz entspricht dem gewichteten Durchschnitt der Steuersätze der konsolidierten Gesellschaften. Dieser liegt für das erste Halbjahr 2021 bei 19.4 Prozent (Vorjahr 17.3 Prozent). Sowohl positive wie auch negative Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften fliessen unter Berücksichtigung der jeweils anwendbaren Steuersätze in die Berechnung des erwarteten Steuersatzes ein und führen so zu einem höheren erwarteten Steuersatz gegenüber dem Vorjahr.

Der effektive Steuersatz stieg von –0.8 Prozent im ersten Halbjahr 2020 auf 21.7 Prozent im ersten Halbjahr 2021. Gründe für die Abweichung vom erwarteten Steuersatz sind insbesondere der Einfluss aus Beteiligungs­abzügen und den übrigen nicht steuerbaren Erträgen, Steuereffekten auf Beteiligungen sowie nicht bilanzierte latente Steuerforderungen aus Verlustvorträgen. Die nicht bilanzierten latenten Steuerforderungen aus Verlustvorträgen resultieren aus der Einschätzung, dass für erzielte Verluste die Ertragslage der betroffenen Gesellschaften für die Realisierung nicht gegeben ist. Im Vorjahr hatte zusätzlich die steuerlich nicht abzugsfähige Wertminderung auf dem Goodwill von Tamedia einen wesentlichen Einfluss.